Genau das meinte ich mit meinen Kommentar zum letzten Eintrag...
Meinst Du wirklich, irgendjemanden interessiert, was Du in Deinem Kofferaum spazieren fährst? Es sein denn, es wären Drogen, Sprengstoff, ...
Das ist lediglich der Sticker der Piratenpartei, wenn Du wirklich glaubst dass es sich auf das bezieht was sich in meinem Kofferraum befindet, dann hast Du die ganze Sache überhaupt nicht verstanden!
Richtig ist doch, dass die "Piraten" gerne mit Phrasen wie "Stasi 2.0" u.ä Angst vor dem schüren, was sie einen Überwachungsstaat nennen. Hauptangriffspunkte sind hier natürlich Onlinedurchsuchung etc.
Und wie soll ich dann einen solchen Sticker auf einem Kofferraum bitte verstehen?
Zumindest muss man den Piraten zugutehalten, dass sie bei wichtigen Themen wie Internetsperren offenbar gegen den politischen Strom der Radikalisierung schwimmen. Eine vom BKA verwaltete Sperrliste lässt sich nach meinem Verständnis nicht mit dem aktuellen Grundgesetz und der darin geforderten Gewaltenteilung übereinbringen.
Sicher wird die Piratenpartei in den nächsten Jahren nicht zur Volkspartei aufsteigen, aber denk mal einige Dekaden zurück: Kannst du dich noch an die Grünen erinnern?
Ich sehe Du hast die ganze Thematik nicht verstanden. Bevor Du anfängst mit Polemik auf dieses Thema herabzuschauen, empfehle ich Dir erstmal die Webseite der Piraten www.piratenpartei.de. Da werden viele Deiner Fragen beantwortet, und Du musst nicht mehr Dein gefährliches Halbwissen in den Umlauf bringen.
Richtig ist, dass die Piraten eine Generation vertreten, die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind die den Nutzen kennen und jeden Tag anzuwenden wissen, aber auch die Probleme dahinter kennen.
Eines der Mitglieder des Hamelner Stammtisches, ein ehemaliges SPD-Mitglied, ist mit einem offenen Brief aus der SPD ausgetreten. Damit Du Dein Wissen und Deinen Horizont im Bezug auf die Piratenpartei erweiteren kannst, bitte ich Dich diesen einmal zu lesen. Dieser junge Mann bringt das Thema exakt auf den Punkt.
Dann musst Du auch nicht mehr mit der Meinungsmache von BILD und Co. leben, sondern hast einen besseren Einblick. Denn mit dem Problem, dass wir Piraten eine Vorverurteilung durch die Unwissenheit bzw. das BILDwissen erleben, müssen sensibel umgehen und Klarheit schaffen.
ich weiss nicht, ob ich soviel älter bin als Du. Ok, ich habe den Wechsel von der "analogen zur digitalen" Welt miterlebt, ich habe mich Mitte der 90-er mit meinem neuen Modem zu ersten Mal in eine Mailbox eingewählt, aber darf ich mir allein deshalb heute kein Urteil über das Internet erlauben?
Es ist zu einfach, Kritik pauschal mit Unwissenheit oder BILDwissen abzulehnen. Damit triffst Du mich nicht. Ich habe in meiner Jugend Wallraf gelesen und weiss, dass sein "Hans Esser" auch heute noch aktuell ist.
Die Freiheit des Einzelnen endet immer dort, wo sie die Freiheit eines anderen berührt.
Der Staat MUSS gegen schwere Straftaten wie Kinderpornographie vorgehen. Er KANN aber die Server in irgendwelchen Entwicklungsländern nicht stilllegen. Somit ist Sperrung das einzige, was er tun kann. Er versucht, den Absatz der Ware zu erschweren, wenn er schon nichts gegen die Produktion tun kann. Wenn Ihr bessere Konzepte habt, werde Ihr sicher nicht auf taube Ohren stoßen. Aber den Einwand: "Wir können eh nichts wirksames dagegen tun, also lassen wir es zu" kann ich so nicht gelten lassen.
Ansonsten müßte man auch den Handel und Konsum von Drogen zulassen, weil man nicht gegen die Produktion tun kann, oder
Wenn die Piraten "Deine Generation" vertreten (warst Du es nicht, der dafür einst den Begriff "Generation-dumm" verwendet hat?), dann wundert mich wirklich, warum ich kein Wort über das wirkliche Problem finde, welches Eure Generation haben wird und welches auch diese Woche im Bundestag beschlossen wurde: Der unglaubliches Schuldenberg und der noch größere Rentenberg, der auf Euch zurollen wird, wenn die Geburtenstarten 60-er in Rente gehen werden. Wenn die Piraten anfangen dazu vernünftige Konzepte zu entwickeln, dann werde ich anfangen, sie politisch ernst zu nehmen.
Ich denke ich bin sogar älter als Du, und deswegen kann ich mir auch das Urteil erlauben zu sagen, dass Deine Meinung BILDgefärbt ist. Denn Deine Argumente sind genau die der Springerpresse. Es gibt zahlreiche Konzepte der Kinderpornografie den Garaus zu machen, welchen leider überhaupt keine Beachtung geschenkt wird.
Der Staat MUSS handeln! Da gebe ich Dir recht! Aber was hier passiert ist wegzusehen und nicht zu handeln. Kinderpornografie ist in jedem Land geächtet. Und das Server in JEDEM Land abgeschaltet werden können, sie solch widerliches Material beinhalten hat ein Test des CCC Ende 2008 - auf legalem Wege - beeindruckend belegt.
Aber wir halten hier die Decke hoch und sagen bei uns passiert das nicht, weil wir es nicht sehen. Und nebenbei wird ein Instrument geschaffen das binnen weniger Jahre die völlige Zensur herbeiruft. Und dann werden alle - u.a. auch Du - schreien "Warum hat denn keiner was dagegen getan?"
Allerdings entnehme ich Deinen Aussagen, dass Du weder das Interesse hast den Aussagen der Piraten zu folgen weil Du viel zu "Rot" eingefärbt bist noch willst Du Dich mit dem, auf uns alle zukommenden, Problem beschäftigen.
Dem Schuldenberg werden die "etablieren" Parteien ebensowenig herr, so wie Du es Dir wünscht und dieses als Manko jetzt schon den Piraten ankreidest. Das ist Polemik in Reinkultur. Das das Rentenproblem ein Generationenproblem ist, hast Du leider völlig vergessen und auf das Versagen der Politik der letzten 20 Jahre beruht. Wer kann sich denn heute noch Kinder leisten?? Hast Du Kinder? Ich schon also bitte, versuche nicht das Problem der letzten Regierungen als den Fehler (oder die mangelnde Kompetenz) der Piraten darzustellen.
Wie kannst Du Dir erklären das ein Herr Lafontaine von der Reichensteuer schwadroniert und selbst - zu Spitzenzeiten - 62 Aufsichtsratposten inne hatte?
Wie bitte ist es zu erklären, dass eine Frau von der Leyen vollmundig erklärt wie sinnvoll und gut Internetsperren sein, aber im nächsten Interview brabbelt, das man bei Kindesmißbrauch (auch im Ausland!) nicht wegsehen dürfe?
Eine Generation voller Dinosaurier und Marionetten der Lobbyisten (vorne weg Fr. v. d. Leyen) regiert unser Land. Wenn Du diesen Weg mitgehen möchtest, dann gehe ihn. Aber ich werde das nicht tun!
Deine immer persönlicher werdende Vorwürfe treffen mich wirklich nicht:
1. Zu BILD habe ih alles gesagt, dazu werde ich mich hier nicht mehr äußern. "Springerpresse" ist allerdings ein Schimpfwort aus den 60-er
2. Ja ich habe Kinder, drei an der Zahl und versuche diese so zu erziehen, dass sie vernüftige und einigermaßen allgemeingeildete Menschen werden. Was bei unserem Schulsystem nicht immer leicht ist...
3. Nein ich bin weder rot noch schwarz, habe in den letzten Jahren aus Mangel an Alternativen meist Grün gewählt. Auch wenn ich mit deren Positionen an einigen Punkten absolut nicht konform gehe.
4. Ich habe den Piraten weder die Schulden- noch die Rentenproblematik angelastet. Ich habe lediglich gesagt, WENN sie sich als die Partei der jungen Generation verstehen, DANN sollten sie vor allem auf diese Probleme aufmerksam machen, WEIL das die wirklichen Probleme dieser Generation sein werden. (Dagegen ist das Urheberrecht ein absolutes Randproblem! Es passt allerdings zum Titel Deines Blogs, dass dieses Randproblem so in den Mittelpunkt gestellt wird, als hänge die Zukunft der kommenden Generationen vom Kopierschutz ab.) Hast Du vor einigen Jahren "2030" im ZDF gesehen?
Ich gehe mit Dir vollkommen konform, dass keine der Parteien im Bundestag eine Lösung für diese Probleme hat. Die einen versprechen bei einem Rekordschuldenhaushalt Steuersenkungen, während die eigenen Ministerpräsidenten die Mehrwertsteuer erhöhen wollen. Die anderen kommen mit der ideologischen Keule (Reichensteuer etc.) EBEN DESHALB bin ich enttäuscht, dass eine interessante neue Partei dieses Feld derzeit nicht besetzt. Zu sagen, wir sind für dieses Problem nicht verantwortlich, wir müssen uns damit nicht beschäftigen, das wird nict funktionieren.
Weder werde ich persönlich, noch war das meine Intention. Den Schuh ziehst wohl nur Dir allein an. Und ob Dich das trifft oder nicht, ist mir ziemlich egal. Aber was ich merke, dass Du vieles als persönlichen Angriff wertest, was irgendwie Deine Argumente aushebelt oder stark daran rüttelt. Den Begriff "Springerpresse" verwende ich nicht als Schimpfwort, sondern als Universalbegriff für die Meinungsmaschine "xxxxBILD".
Und bitte: Schaue Dich bei den Piraten um und lese deren Programm, dann wirst Du merken das es da mehr als nur DAS Thema gibt!
Ja, den Film 2030 habe ich gesehen (Es war ein Zweiteiler!). Auch wenn der Film sehr utopisch war so beinhaltet ein wenig Wahrheit.
Was Du als ein Randproblem bezeichnest, halte ich für ein großes Problem. Eine Gesellschaft kann sich nur entfalten und entwickeln wenn man sie lässt. Und das hier die Exekutive, Judikative und Legislative so langsam aufgeweicht wird heißt das wir uns auf einem guten Weg hin zur "Staatssicherheit" bewegen. Und wohin das führt brauche ich Dir wohl nicht zu erklären. Aber dann brauchen wir uns immerhin keine Sorgen mehr wegen des Schuldenberges und der Rentenlöcher zu machen.
Also, dann Kopf in der Sand und schonmal präventiv den Nachbarn anschwärzen...
"Weder werde ich persönlich, noch war das meine Intention. Den Schuh ziehst wohl nur Dir allein an."
"Du musst nicht mehr Dein gefährliches Halbwissen in den Umlauf bringen"
"...dass Du weder das Interesse hast den Aussagen der Piraten zu folgen weil Du viel zu "Rot" eingefärbt bist noch willst Du Dich mit dem, auf uns alle zukommenden, Problem beschäftigen"
"Hast Du Kinder? Ich schon ..."
"...schonmal präventiv den Nachbarn anschwärzen"
Und das sind keine persönlichen Angriffe? Ich interpretiere diese Zitate nur als persönlich, weil sie "meine Argumentation" aushebeln? Ich kann in keinem dieser Zitate ein Argument finden.
Schade, ich hätte wirklich gern auf sachlicher Ebene diskutiert. Ich habe die Website der Piraten gelesen. Wenn Du dort was zu den Themen Staatsverschuldung oder Rentenproblematik findest, was nur ansatzweise programmatisch ausieht, dann muss ich es übersehen haben und Du konntest damit gerne meine Argumentation aushebeln. Ich bin durchaus lernwillig und -fähig.
Ansonsten aus meiner Sicht EOD. Die wesentlichen Argumente sind ausgetauscht, der Dissenz besteht in der Frage, der Gewichtung zwischen Freiheit und Sicherheit. Diese Balance muss immer weider neu austariert werden. Hier kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Es gibt Leute, die fühlen sich durch Kameras in der S-Bahn Überwacht, andere fühlen sich dadurch sicherer. Ich fühle mich weder überwacht noch sicherer, aber ich habe kein Problem mit den Kameras, wenn sich andere Menschen (junge Frauen oder ältere Menschen) dadurch sicherer fühlen.
Ich finde es schade, dass ihr die Diskussion hier so auf persönliche Anschuldigungen abgleiten lasst. Ich versuche jetzt mal, auf sachliche Ebene runterzukommen:
@msi999: Ja, du hast insofern Recht, dass die PIRATEN zumindest derzeit keine Lösung zu den von dir genannten Punkten aufweisen können. Ich bin aber auch der Meinung, dass die PIRATEN als Splitterpartei (und mehr sind sie derzeit (noch?) nicht) sich auch auf ihre Themenschwerpunkte festlegen und zu dem Rest sagen kann: "Zurzeit keine etablierte Meinung" (Als Anmerkung dazu: Die Piratenpartei setzt sich aus Personen zusammen, die früher mit und für andere Parteien wie CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP oder Linke gearbeitet haben und auch solchen Leuten, die bisher absolut unpolitisch waren, den von den derzeit an der Macht stehenden Politikern eingeschlagenen Weg aber nicht mehr mittragen können und wollen).
An dieser Position sollte sich natürlich spätestens dann etwas ändern, wenn Mandate im Bundestag oder Landtag erreicht werden (damit meine ich nicht solche Mandate, die gegen Ende einer Legislaturperiode durch Überläufer von anderen Parteien erzielt werden) oder aber zumindest die 5%-Schwelle angekratzt wird, der Einzug also nur knapp verpasst werden sollte (man könnte auch sagen, sobald die PIRATEN nicht mehr unter den "Sonstigen Parteien" läuft).
Bevor dieses nicht passiert, sollten sich meiner Meinung nach Kleingruppierungen wie die PIRATEN nicht auf dem schwierigen Terrain derart komplexer Themen bewegen, sondern sich auf ihr Fachgebiet konzentrieren.
Denn seien wir ganz ehrlich: Selbst wenn die PIRATEN den Einzug in den Bundestag schaffen sollten (zwar nicht unmöglich, aber momentan halte ich es auch nicht für sonderlich wahrscheinlich), würden sie mit mehr als 99%iger Wahrscheinlichkeit Oppositionspartei werden und könnten sich langsam an die "große Politik" gewöhnen. Diese Zeit kann dann auch dazu genutzt werden, andere Themenfelder zu besetzen.
Von anderen Kleinparteien verlangt momentan auch keiner, dass sie sich außerhalb ihrer Kernthemen bewegen, die Piraten haben momentan eben das Glück, durch aktuelle Bundesthemen von den Medien sehr gehypt zu werden (wenn auch meistens mit unvollständigen, oftmals sogar drastisch falschen, Informationen). Natürlich entstehen dadurch auch Forderungen von Fremdthemenbesetzungen wie Du sie aufgestellt hast, aber - wie ich oben dargelegt habe - ist es dafür NOCH zu früh.
Meinst Du wirklich, irgendjemanden interessiert, was Du in Deinem Kofferaum spazieren fährst? Es sein denn, es wären Drogen, Sprengstoff, ...
Richtig ist doch, dass die "Piraten" gerne mit Phrasen wie "Stasi 2.0" u.ä Angst vor dem schüren, was sie einen Überwachungsstaat nennen. Hauptangriffspunkte sind hier natürlich Onlinedurchsuchung etc.
Und wie soll ich dann einen solchen Sticker auf einem Kofferraum bitte verstehen?
Bin sehr gespannt, auf Deine Erklärung.
Sicher wird die Piratenpartei in den nächsten Jahren nicht zur Volkspartei aufsteigen, aber denk mal einige Dekaden zurück: Kannst du dich noch an die Grünen erinnern?
Richtig ist, dass die Piraten eine Generation vertreten, die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind die den Nutzen kennen und jeden Tag anzuwenden wissen, aber auch die Probleme dahinter kennen.
Eines der Mitglieder des Hamelner Stammtisches, ein ehemaliges SPD-Mitglied, ist mit einem offenen Brief aus der SPD ausgetreten. Damit Du Dein Wissen und Deinen Horizont im Bezug auf die Piratenpartei erweiteren kannst, bitte ich Dich diesen einmal zu lesen. Dieser junge Mann bringt das Thema exakt auf den Punkt.
http://www.blogsprache.de/2009/06/17/offener-brief-an-die-spd-bundestagsfraktion/
Dann musst Du auch nicht mehr mit der Meinungsmache von BILD und Co. leben, sondern hast einen besseren Einblick. Denn mit dem Problem, dass wir Piraten eine Vorverurteilung durch die Unwissenheit bzw. das BILDwissen erleben, müssen sensibel umgehen und Klarheit schaffen.
--Haggy
ich weiss nicht, ob ich soviel älter bin als Du. Ok, ich habe den Wechsel von der "analogen zur digitalen" Welt miterlebt, ich habe mich Mitte der 90-er mit meinem neuen Modem zu ersten Mal in eine Mailbox eingewählt, aber darf ich mir allein deshalb heute kein Urteil über das Internet erlauben?
Es ist zu einfach, Kritik pauschal mit Unwissenheit oder BILDwissen abzulehnen. Damit triffst Du mich nicht. Ich habe in meiner Jugend Wallraf gelesen und weiss, dass sein "Hans Esser" auch heute noch aktuell ist.
Die Freiheit des Einzelnen endet immer dort, wo sie die Freiheit eines anderen berührt.
Der Staat MUSS gegen schwere Straftaten wie Kinderpornographie vorgehen. Er KANN aber die Server in irgendwelchen Entwicklungsländern nicht stilllegen. Somit ist Sperrung das einzige, was er tun kann. Er versucht, den Absatz der Ware zu erschweren, wenn er schon nichts gegen die Produktion tun kann. Wenn Ihr bessere Konzepte habt, werde Ihr sicher nicht auf taube Ohren stoßen. Aber den Einwand: "Wir können eh nichts wirksames dagegen tun, also lassen wir es zu" kann ich so nicht gelten lassen.
Ansonsten müßte man auch den Handel und Konsum von Drogen zulassen, weil man nicht gegen die Produktion tun kann, oder
Wenn die Piraten "Deine Generation" vertreten (warst Du es nicht, der dafür einst den Begriff "Generation-dumm" verwendet hat?), dann wundert mich wirklich, warum ich kein Wort über das wirkliche Problem finde, welches Eure Generation haben wird und welches auch diese Woche im Bundestag beschlossen wurde: Der unglaubliches Schuldenberg und der noch größere Rentenberg, der auf Euch zurollen wird, wenn die Geburtenstarten 60-er in Rente gehen werden. Wenn die Piraten anfangen dazu vernünftige Konzepte zu entwickeln, dann werde ich anfangen, sie politisch ernst zu nehmen.
Der Staat MUSS handeln! Da gebe ich Dir recht! Aber was hier passiert ist wegzusehen und nicht zu handeln. Kinderpornografie ist in jedem Land geächtet. Und das Server in JEDEM Land abgeschaltet werden können, sie solch widerliches Material beinhalten hat ein Test des CCC Ende 2008 - auf legalem Wege - beeindruckend belegt.
Aber wir halten hier die Decke hoch und sagen bei uns passiert das nicht, weil wir es nicht sehen. Und nebenbei wird ein Instrument geschaffen das binnen weniger Jahre die völlige Zensur herbeiruft. Und dann werden alle - u.a. auch Du - schreien "Warum hat denn keiner was dagegen getan?"
Allerdings entnehme ich Deinen Aussagen, dass Du weder das Interesse hast den Aussagen der Piraten zu folgen weil Du viel zu "Rot" eingefärbt bist noch willst Du Dich mit dem, auf uns alle zukommenden, Problem beschäftigen.
Dem Schuldenberg werden die "etablieren" Parteien ebensowenig herr, so wie Du es Dir wünscht und dieses als Manko jetzt schon den Piraten ankreidest. Das ist Polemik in Reinkultur. Das das Rentenproblem ein Generationenproblem ist, hast Du leider völlig vergessen und auf das Versagen der Politik der letzten 20 Jahre beruht. Wer kann sich denn heute noch Kinder leisten?? Hast Du Kinder? Ich schon also bitte, versuche nicht das Problem der letzten Regierungen als den Fehler (oder die mangelnde Kompetenz) der Piraten darzustellen.
Wie kannst Du Dir erklären das ein Herr Lafontaine von der Reichensteuer schwadroniert und selbst - zu Spitzenzeiten - 62 Aufsichtsratposten inne hatte?
Wie bitte ist es zu erklären, dass eine Frau von der Leyen vollmundig erklärt wie sinnvoll und gut Internetsperren sein, aber im nächsten Interview brabbelt, das man bei Kindesmißbrauch (auch im Ausland!) nicht wegsehen dürfe?
Eine Generation voller Dinosaurier und Marionetten der Lobbyisten (vorne weg Fr. v. d. Leyen) regiert unser Land. Wenn Du diesen Weg mitgehen möchtest, dann gehe ihn. Aber ich werde das nicht tun!
1. Zu BILD habe ih alles gesagt, dazu werde ich mich hier nicht mehr äußern. "Springerpresse" ist allerdings ein Schimpfwort aus den 60-er
2. Ja ich habe Kinder, drei an der Zahl und versuche diese so zu erziehen, dass sie vernüftige und einigermaßen allgemeingeildete Menschen werden. Was bei unserem Schulsystem nicht immer leicht ist...
3. Nein ich bin weder rot noch schwarz, habe in den letzten Jahren aus Mangel an Alternativen meist Grün gewählt. Auch wenn ich mit deren Positionen an einigen Punkten absolut nicht konform gehe.
4. Ich habe den Piraten weder die Schulden- noch die Rentenproblematik angelastet. Ich habe lediglich gesagt, WENN sie sich als die Partei der jungen Generation verstehen, DANN sollten sie vor allem auf diese Probleme aufmerksam machen, WEIL das die wirklichen Probleme dieser Generation sein werden. (Dagegen ist das Urheberrecht ein absolutes Randproblem! Es passt allerdings zum Titel Deines Blogs, dass dieses Randproblem so in den Mittelpunkt gestellt wird, als hänge die Zukunft der kommenden Generationen vom Kopierschutz ab.) Hast Du vor einigen Jahren "2030" im ZDF gesehen?
Ich gehe mit Dir vollkommen konform, dass keine der Parteien im Bundestag eine Lösung für diese Probleme hat. Die einen versprechen bei einem Rekordschuldenhaushalt Steuersenkungen, während die eigenen Ministerpräsidenten die Mehrwertsteuer erhöhen wollen. Die anderen kommen mit der ideologischen Keule (Reichensteuer etc.) EBEN DESHALB bin ich enttäuscht, dass eine interessante neue Partei dieses Feld derzeit nicht besetzt. Zu sagen, wir sind für dieses Problem nicht verantwortlich, wir müssen uns damit nicht beschäftigen, das wird nict funktionieren.
Und bitte: Schaue Dich bei den Piraten um und lese deren Programm, dann wirst Du merken das es da mehr als nur DAS Thema gibt!
Ja, den Film 2030 habe ich gesehen (Es war ein Zweiteiler!). Auch wenn der Film sehr utopisch war so beinhaltet ein wenig Wahrheit.
Was Du als ein Randproblem bezeichnest, halte ich für ein großes Problem. Eine Gesellschaft kann sich nur entfalten und entwickeln wenn man sie lässt. Und das hier die Exekutive, Judikative und Legislative so langsam aufgeweicht wird heißt das wir uns auf einem guten Weg hin zur "Staatssicherheit" bewegen. Und wohin das führt brauche ich Dir wohl nicht zu erklären. Aber dann brauchen wir uns immerhin keine Sorgen mehr wegen des Schuldenberges und der Rentenlöcher zu machen.
Also, dann Kopf in der Sand und schonmal präventiv den Nachbarn anschwärzen...
--Haggy
"Du musst nicht mehr Dein gefährliches Halbwissen in den Umlauf bringen"
"...dass Du weder das Interesse hast den Aussagen der Piraten zu folgen weil Du viel zu "Rot" eingefärbt bist noch willst Du Dich mit dem, auf uns alle zukommenden, Problem beschäftigen"
"Hast Du Kinder? Ich schon ..."
"...schonmal präventiv den Nachbarn anschwärzen"
Und das sind keine persönlichen Angriffe? Ich interpretiere diese Zitate nur als persönlich, weil sie "meine Argumentation" aushebeln? Ich kann in keinem dieser Zitate ein Argument finden.
Schade, ich hätte wirklich gern auf sachlicher Ebene diskutiert. Ich habe die Website der Piraten gelesen. Wenn Du dort was zu den Themen Staatsverschuldung oder Rentenproblematik findest, was nur ansatzweise programmatisch ausieht, dann muss ich es übersehen haben und Du konntest damit gerne meine Argumentation aushebeln. Ich bin durchaus lernwillig und -fähig.
Ansonsten aus meiner Sicht EOD. Die wesentlichen Argumente sind ausgetauscht, der Dissenz besteht in der Frage, der Gewichtung zwischen Freiheit und Sicherheit. Diese Balance muss immer weider neu austariert werden. Hier kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Es gibt Leute, die fühlen sich durch Kameras in der S-Bahn Überwacht, andere fühlen sich dadurch sicherer. Ich fühle mich weder überwacht noch sicherer, aber ich habe kein Problem mit den Kameras, wenn sich andere Menschen (junge Frauen oder ältere Menschen) dadurch sicherer fühlen.
@msi999: Ja, du hast insofern Recht, dass die PIRATEN zumindest derzeit keine Lösung zu den von dir genannten Punkten aufweisen können. Ich bin aber auch der Meinung, dass die PIRATEN als Splitterpartei (und mehr sind sie derzeit (noch?) nicht) sich auch auf ihre Themenschwerpunkte festlegen und zu dem Rest sagen kann: "Zurzeit keine etablierte Meinung" (Als Anmerkung dazu: Die Piratenpartei setzt sich aus Personen zusammen, die früher mit und für andere Parteien wie CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP oder Linke gearbeitet haben und auch solchen Leuten, die bisher absolut unpolitisch waren, den von den derzeit an der Macht stehenden Politikern eingeschlagenen Weg aber nicht mehr mittragen können und wollen).
An dieser Position sollte sich natürlich spätestens dann etwas ändern, wenn Mandate im Bundestag oder Landtag erreicht werden (damit meine ich nicht solche Mandate, die gegen Ende einer Legislaturperiode durch Überläufer von anderen Parteien erzielt werden) oder aber zumindest die 5%-Schwelle angekratzt wird, der Einzug also nur knapp verpasst werden sollte (man könnte auch sagen, sobald die PIRATEN nicht mehr unter den "Sonstigen Parteien" läuft).
Bevor dieses nicht passiert, sollten sich meiner Meinung nach Kleingruppierungen wie die PIRATEN nicht auf dem schwierigen Terrain derart komplexer Themen bewegen, sondern sich auf ihr Fachgebiet konzentrieren.
Denn seien wir ganz ehrlich: Selbst wenn die PIRATEN den Einzug in den Bundestag schaffen sollten (zwar nicht unmöglich, aber momentan halte ich es auch nicht für sonderlich wahrscheinlich), würden sie mit mehr als 99%iger Wahrscheinlichkeit Oppositionspartei werden und könnten sich langsam an die "große Politik" gewöhnen. Diese Zeit kann dann auch dazu genutzt werden, andere Themenfelder zu besetzen.
Von anderen Kleinparteien verlangt momentan auch keiner, dass sie sich außerhalb ihrer Kernthemen bewegen, die Piraten haben momentan eben das Glück, durch aktuelle Bundesthemen von den Medien sehr gehypt zu werden (wenn auch meistens mit unvollständigen, oftmals sogar drastisch falschen, Informationen). Natürlich entstehen dadurch auch Forderungen von Fremdthemenbesetzungen wie Du sie aufgestellt hast, aber - wie ich oben dargelegt habe - ist es dafür NOCH zu früh.